Mobilisierung, Aufbereitung und Verwertung holziger Biomassen in der ländlichen Region am Beispiel des Werra-Meißner-Kreises

Eschwege ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

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Informationen

Beschreibung:

Das interkommunale Projekt holzige Biomasse ist in zwei Projektphasen unterteilt und wird durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) finanziell gefördert. Die Durchführung der ersten Phase (Konzeptphase) erfolgte vom 01.04.2014 bis zum 29.09.2015, in der die gesamte Konzeptphase, die den Schwerpunkt auf den Aufbau des Akteursnetzwerks, die Durchführung von Vorversuchen sowie die Ermittlung von Potenzialen und Nutzungskonzepten für die verschiedenen Holzsortimente legte, erarbeitet wurde.
In der zweiten Phase (Umsetzungsphase), die im Frühjahr 2018 beginnt, soll auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse eine möglichst breite Umsetzung der Konzepte für Grüngut und Landschaftspflegeholz erfolgen. Hauptbestandteile der Umsetzung sind die Errichtung dezentraler Sammelstellen und zentraler Aufbereitungsplätze sowie die Einrichtung eines Landschaftsholzmanagements.

Der WMK legte bei der Konzipierung des Modellvorhabens besonderen Wert auf die Erarbeitung von praxisorientierten und zügig umsetzbaren Wegen zur Bereitstellung und Verwertung holziger Biomassen, die bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht genutzt wurden. Neben holzigen Grünabfällen, Landschaftspflegematerial und Strassenbeleitgrün sollte perspektivisch auch der Anbau von Holz aus Kurzumtriebsplantagen (nachfolgend: KUP) auf geeigneten Standorten, die nicht in landwirtschaftlicher Konkurrenz stehen, vorangebracht werden.
Nachfolgend sind die Ziele des Modellvorhabens formuliert:

  • Ein Ziel des Vorhabens liegt auf einer deutlichen Verminderungen von CO2-Emissionen durch die Substitution fossiler Energie durch erneuerbare Brennstoffe.
  • Darüber hinaus möchte der WMK durch die Einbindung gewerblicher Akteure in das Vorhaben auch eine wirtschaftliche Stärkung der strukturschwachen nordhessischen Region erreichen und damit dem demografischen Wandel entgegenwirken. Ein weitestgehender Verbleib der Wertschöpfung im WMK wird angestrebt.
  • Weiterhin wird vom WMK die Vorbildfunktion des Kreises hinsichtlich der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen betont. Die erarbeiteten Maßnahmen des Modellvorhabens sollten daher den Handlungsspielraum der Kreisverwaltung besonders berücksichtigen.
  • Einen Schwerpunkt des Vorhabens legt der WMK auf die Synergien, die durch die gemeinsame Verwertung von Stoffströmen in einer koordinierten Vorgehensweise zu erzielen sind. Zwar sind die einzelnen Stoffströme und ihre technischen Nutzungsmöglichkeiten prinzipiell bekannt, ihre Mobilisierung scheitert teilweise aber an ungenügenden Mengenszenarien, technischen Schwierigkeiten, unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen, der Ökonomie oder der saisonalen Verfügbarkeit. Diese Hinderungsgründe sollten im Modellvorhaben näher untersucht und Wege zu ihrem Abbau ausgearbeitet werden.
  • Die Übertragbarkeit der Projektergebnisse auf andere, ähnlich strukturierte Landkreise ist ein weiteres Anliegen des WMK und des Fördermittelgebers (HMUKLV). Im Rahmen eines Leitfadens soll eine nachvollziehbare Anleitung zur Umsetzung eines solchen vernetzten Vorhabens erstellt werden. Mit einer begleitenden Evaluierung des Modellvorhabens kann eine differenzierte Analyse aller Einflussfaktoren erfolgen, die dann im Anschluss der Erstellung eines Leitfadens dienen kann.

  • EnergieversorgungLandwirtschaft / Waldregenerative EnergieerzeugungSuffizienz / Nachhaltigkeit
    Organisatorische Maßnahmetechnische Maßnahme
    Haushaltekommunale VerwaltungLandwirtschaft
    SDG 07: Bezahlbare und saubere EnergieSDG 08: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftsachstum

    Umsetzung

     

    Es liegen keine näheren Informationen vor

    2014-2021
    Sammlung, Aufbereitung und energetische Verwertung bisher nicht genutzter holziger Biomassen, die bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Nutzungskonzepte einbezogen werden konnten.
    135.000 Euro Konzeptphase und 365.000 Euro Umsetzungsphase
    Hessisches Mnisterium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

    Geographische Angaben

     

    Schlossplatz 1

    37269 Eschwege
    19.542
    Nein
    Eschwege, Kreisstadt
    066360003003
    Hessen

    Ansprechpartner

     

    Herr Dr. Rainer Wallmann
    05651 302 1021
    Bauen, Umwelt und Gebäudemanagement