Marburger Klimaschutzbecher

Klima-Bündnis
Marburg ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

Projektfotos

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Position

Informationen

Beschreibung:

Allein für den deutschen Pappbecherverbrauch für "Coffee-to-go" müssen jährlich 2,5 Millionen Bäume gefällt werden. Für die Herstellung werden 1,5 Millarden Liter Wasser verbraucht. Stündlich landen 300.000 Becher auf dem Müll. Die Universitätsstadt Marburg will aufzeigen, dass es auch anders geht und hat einen eigenen Mehrwegbecher gestalten lassen und kostenlos verteilt: Den Marburger Klimaschutzbecher. Damit möchte die Universitätsstadt Marburg ein Zeichen für Klimaschutz und gegen Ressourcenverschwendung im Alltag setzen.

Primäres Ziel des Projektes ist es, sowohl die Anbieter als auch die Konsumenten von Kaffee zum Mitnehmen in Marburg auf die Einwegbecherproblematik aufmerksam zu machen und Alternativen aufzuzeigen. Im weiteren Verlauf des Projektes sollen die Mehrwegbecher möglichst flächendeckend und langfristig in Form eines Tausch- / Pfandsystems im Stadtgebiet eingeführt werden. Damit sollen die Einwegbecher zunehmend aus dem Stadtgebiet verdrängt werden und auch andere Städte und Gemeinden inspiriert werden dem Beispiel zu folgen. Dies ist bereits gelungen. Mehrere interessierte Kommunen haben ihr Interesse angemeldet, ebenfalls einen Klimaschutzbecher einzuführen, z.B. die Gemeinde Buchholz in der Nordheide.


Entsorgung / RecyclingKlimagerechtigkeitSuffizienz / Nachhaltigkeit
BürgerbeteiligungKampagneÖffentlichkeitsarbeit
BürgerInnenGewerbeHaushalteKinder und Jugendliche
SDG 12: Nachhaltiger Konsum und ProduktionSDG 14: Leben unter Wasser

Projekt

Klimaschutzseite der Universitätsstadt Marburg

Umsetzung

 

Es liegen keine näheren Informationen vor

2015 -
Partner für das Projekt ist das Unternehmen NOWASTE GmbH, die die Becher liefern. Diese werden in Deutschald aus 100% nachwachsenden Rohstoffen produziert. Dies verleiht dem Projekt neben dem Mehrweg-Gedanke eine zusätzliche ökologische und klimaschonende Komponente. Ein weiterer wichtiger Projektpartner sind natürlich die Gastronomiebetriebe in Marburg, die die Becher verteilen und die Benutzung der Becher überhaupt ermöglichen. Dies ist nicht selbstverständlich, da manche Betriebe bedenken wegen der Hygiene haben. Die Betriebe haben zudem ein wirtschaftliches Interesse daran, dass weniger Einwegbecher benutzt werden, da sie dann etwas mehr an jedem verkauften Kaffee verdienen. Die Bereitstellung der ersten 1.500 Bechern wird komplett von der Universitätsstadt Marburg finanziert. Weitere Becher sollen von den Gastronomiebetrieben selbst bezahlt werden, wozu sich einige bereits bereit erklärt haben. Die Universitätsstatdt Marburg wird dabei nur als Vermittler zwischen der Firma NOWASTE und den Marburger Unternehmen auftreten.
Ein großer Erfolgsfaktor war sicherlich zunächst die kostenlose Verteilung der Becher. Damit wurden von Anfang an Hemmnisse und Vorbehalte abgebaut. Eine Herausforderung sind die skeptische Haltung einiger Großbäckereien, insbesondere bezüglich Hygienebedenken, die erst durch das große mediale Echo und die losgetretene Diskussion innerhalb der Stadt langsam abgebaut wird.

Geographische Angaben

 

Markt 1 1

35037 Marburg
81.147
Ja
Stadt Marburg
Hessen

Ansprechpartner

 

Herr Achim Siehl
achim.siehl at marburg-stadt.de
06421-201-1549